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4 häufige Fehler: So erstellen Sie bessere E-Learning-Kurse

Sie wünschen sich, dass Ihr E-Learning-Kurs für Ihre Mitarbeitenden ansprechend, motivierend und wirkungsvoll ist? Weiterbildung ist im Laufe der Jahre ein unverzichtbarer Bestandteil des beruflichen Alltags geworden. Neben der Didaktik und dem Design, gibt es grundlegende Punkte, bei denen keine Fehler unterlaufen sollten. Und trotzdem passiert es: Selbst erfahrene E-Learning-Entwickler stolpern immer wieder über vermeidbaren Hindernisse und büßen dadurch Aufmerksamkeit und Lernerfolg ein. Wir stellen Ihnen nachfolgend 4 Fehler bei der E-Learning-Entwicklung vor, die Sie in Zukunft vermeiden können.

1. Inhalt und Design sind nicht auf die Zielgruppe abgestimmt

Wer möchte, dass alle E-Learning-Inhalte von den Teilnehmenden angesehen und verstanden werden, muss diese auf die Zielgruppe abstimmen. Ein inkonsistentes Design steht dabei nur im Weg: Denn wenn sich das Auge Folie für Folie optisch neu einlassen muss, sinkt die Konzentration und Lerninhalte werden nicht zusammenhängend erfasst. Ebenso verhält es sich, wenn unpassende oder sich wiederholende Bilder und Grafiken auftauchen. Ein gleichbleibendes, konsistentes Design bedeutet nicht, dass die Ausgestaltung nicht variabel sein kann. Wenn die Mitarbeitenden den E-Learning-Kurs nicht ansprechend finden, sinken Aufmerksamkeit und Lernerfolg. Der Wiedererkennungswert ist das, was dem Gehirn Sicherheit vermittelt. Aber die Abwechslung zwischen Bildern, Grafiken, Videos und anderen visuellen Werkzeugen fordert den Teilnehmenden und steigert somit den Lernerfolg.

Dazu gehört unter anderem, Fragen und Aufgaben zu stellen, die mit dem Arbeitsalltag der Zielgruppe übereinstimmen. Eine zielgruppenorientierte Sprache ist ein absolutes Muss. Der Fachjargon, den Abteilung A versteht, kann für Abteilung B absolut irrelevant sein. Es hilft der Konzentration ungemein, wenn Sie den aktuellen Kenntnisstand Ihrer Teilnehmenden berücksichtigen. Immer wieder bekannte grundlegende Informationen oder Inhalte zu wiederholen, wird auf Dauer zu Langeweile führen. Daher sollten Sie Ihre Zielgruppe kennenlernen und Ihre Erfahrung und Ihr Wissen berücksichtigen.

2. Inhalte werden nicht didaktisch aufbereitet

Der Erfolg eines E-Learning-Kurses ist maßgeblich von der eingearbeiteten Didaktik abhängig. E-Learning-Creator vergessen diesen Punkt leider häufig und fragen sich dann, warum keiner der Teilnehmenden nachhaltig vom Kursangebot profitiert. Zur Didaktik des E-Leanings gehören unter anderem klar gesetzte Ziele und Abläufe, Übungen und Checklisten zum selbstständigen Lernen und Vertiefen. Ein Onlinekurs, der nur Inhalte präsentiert, diese jedoch nicht abfragt (z. B. in einem Quiz), kann die Teilnehmenden langweilen und den Lernerfolg verhindern.

Mindestens genauso wichtig ist die richtige Formulierung der Inhalte und Fragen. Komplexe Sachverhalte müssen manchmal aufgedröselt und Prozesse erklärt werden, damit anschließende Fragen beantwortet werden können.

3. Technische Fehler, die leicht vermieden werden können

Technische Fehler verhindern, dass der E-Learningkurs flüssig durchgeführt werden kann. Hakt es beispielsweise in der Fortsetzung der Folien oder funktioniert das Fragentool nicht, brechen Teilnehmende schneller ab und die Frustration steigt. Leider sind technische Fehler nicht immer im Vorhinein zu verhindern. Dennoch gibt es gewisse Aspekte, die Sie vor Veröffentlichung auf Richtigkeit überprüfen können. Dadurch vermeiden Sie prophylaktisch Ärgernisse und Unzufriedenheit. Kontrollieren Sie Ihren E-Learningkurs auf folgende technische Fehler:

  • Sprechtext fehlt oder ist unpassend
  • Trainings, Übungen und interaktive Funktionen sind fehlerhaft
  • Fehlende Mobilansicht
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler

 

4. Das Weiterbildungsziel ist unklar

Ihr E-Learingkurs endet nicht, wenn alle Folien und Tools durchgearbeitet sind. Damit Ihre Mitarbeitenden die Lerninhalte nachhaltig bewahren und anwenden, ist es wichtig ein klares Ziel zu nennen, was mit dem E-Learning erreicht wird und wozu es befähigt. Diese Perspektive bzw. dieses übergeordnete Ziel sollte schon zu Beginn des E-Learnings zur Sprache kommen. Denn wer nicht weiß, warum er den Kurs besucht, schweift schneller ab und verliert die Konzentration.

Das Ziel des Onlinekurses kann schon mit seinem Namen definiert werden. Somit sollte Ihr E-Learningkurs einen motivierenden Titel oder Namen tragen – dies schafft bereits eine erste Erwartungshaltung. Ein gut formulierter Name macht neugierig und fasst den Kern des Kurses gut zusammen. Machen Sie sich Gedanken darüber, was Ihre Teilnehmenden im Verlauf wirklich lernen und wie Ihnen diese Informationen nützen können.

Fazit: So erstellen Sie bessere E-Learning-Kurse

Ein guter E-Learningkurs – was ist das eigentlich? Es ist mehr als der Besitz eines Programms, in dem man Folien aneinanderreihen kann. Damit Ihre Inhalte nachhaltig und mit Freude von Ihrem Team angenommen werden, sind nicht nur Technik und Didaktik wichtig. Eine der größten Stellschrauben beim E-Learning ist die Kenntnis der eigenen Zielgruppe. Hintergründe, Erfahrungen, Bedürfnisse, Vorwissen, Sprache und viele weitere Kriterien sollten Sie vor der Erstellung Ihres Online-Kurses kennen. Denn durch individuell abgestimmte Inhalte erreichen Sie Ihre Zielgruppe und können einen Lernerfolg ermöglichen, der zu Ihrem Arbeitsalltag passt. Die in diesem Beitrag genannten Fehler zeigen Ihnen häufige Problemfelder an, die schnell übersehen werden. Vermeiden Sie diese jedoch bereits im Vorhinein, steht Ihrem erfolgreichen E-Learning-Kurs nichts im Wege.